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ÜBER DIE PRODUKTION
A PRAIRIE HOME COMPANION - Regie: Robert Altman, Drehbuch und Hauptrolle: Garrison Keillor - fängt den typischen Charme und den Humor der gleichnamigen Live-Radio-Show ein, für die Keillor seit 30 Jahren schreibt und als Moderator tätig ist. Altman und Keillor sind gleichermaßen Meister der genauen Beobachtung und vielsagenden Anspielungen - in A PRAIRIE HOME COMPANION kombinieren sie ihr sensibles Gespür und entwickeln eine Geschichte, die sich hinter der Bühne abspielt. Der Film ist entspannt und unterhaltsam und enthält sowohl Slapstick-Einlagen als auch nachdenkliche Momente. A PRAIRIE HOME COMPANION lässt sich Zeit mit den vielen Figuren, und ermöglicht ihnen, sich in ihrem ganzen Facettenreichtum zu zeigen. Dabei entwirft der Film ein lustiges, liebevolles und mitunter wehmütiges Portrait von Amerika und den Amerikanern.
Seit der Premiere am 6. Juli 1974 hat "A Prairie Home Companion" Millionen andächtiger Zuhörer, die sich Woche für Woche wegen der charakteristischen Mischung aus Musik, Humor und Geschichten zuschalten. "A Prairie Home Companion" wird gegenwärtig von mehr als 550 öffentlichen US-amerikanischen Radiostationen ausgestrahlt und hat ein regelmäßiges Publikum von mehr als 4,3 Millionen Zuhörern. Im Ausland, in Europa und in Fernost, läuft die Show auf America One und AFN (Armed Forces Network). 2004 hat die amerikanische Library of Congress die erste Ausstrahlung vom 6. Juli 1974 in das nationale Kulturarchiv aufgenommen.
"A Prairie Home Companion" spielt in der Stadt St. Paul in Keillors Heimatstaat Minnesota. Daher herrscht in der Sendung ein bestimmtes Klima, das man gemeinhin mit dem Mittleren Westen assoziiert: eine Mischung aus ausgesuchter Höflichkeit und gutem Willen. Die Show ist einerseits schlicht, andererseits anspruchsvoll, clever aber nie hinterhältig. Neben der erstklassigen Hausband treten in jeder Folge ein oder mehrere musikalische Gäste auf - Sänger und Instrumentalisten aus den Bereichen Country, Folk, Gospel, Jazz und Oper, die alle Genres von der Klassik bis zum Bluegrass abdecken. Die Absurditäten des modernen Lebens und der aktuellen Kultur werden aufs Korn genommen; Werbespots für imaginäre Sponsoren besitzen eigene Jingles (mit Texten von Keillor), die in skurrilen Übertreibungen das Blaue vom Himmel versprechen, wenn man dieses Klebeband oder jene Kekse kauft. Und wie in einer altmodischen Radio-Show treten Serienhelden auf wie Guy Noir, ein selbsternannter Privatdetektiv, der einem Roman von Chandler entsprungen sein könnte, sowie Dusty und Lefty, zwei herumziehende Kuhhirten, deren Abenteuer in "Lives of the Cowboys" erzählt werden. Keillor spricht viele seiner Figuren selbst, anderen leihen die festen Ensemblemitglieder Sue Scott und Tim Russell ihre Stimme.
Keillor ist ein vielseitiger und überaus produktiver Autor, der Essays, Kurzgeschichten und Romane geschrieben hat. Seine Liebe für die dramatische Form hat ihn auf die Idee gebracht, ein Drehbuch zu schreiben. "Ich wollte schon immer als Dramaturg arbeiten", sagt er. "Ich mache das zwar für meine Radio-Show, aber da habe ich das Problem, dass ich für mich selbst schreibe, und ich bin kein Schauspieler. Deshalb hoffte ich, dass mein Drehbuch von Schauspielern übernommen würde, die es dann zur Aufführung brächten".
Und dann brauchte er natürlich auch noch einen Regisseur, der das Projekt übernehmen und verfilmen würde. Das war vorzugsweise Robert Altman, ein Filmemacher mit einem ganz eigenen charakteristischen Blick auf das amerikanische Leben und einem unvergleichlichen Talent für die Erschaffung authentischer Figuren und Räume. Zufällig kannte ein Freund von Keillor Altmans Anwalt George Sheanshang, der wiederum den Filmemacher anrief, als der gerade THE COMPANY - DAS ENSEMBLE in Chicago drehte. Altman erinnert sich: "George sagte: 'Garrison Keillor - kennst du ihn?' Ich sagte: ‚Ja, ja. Meine Frau hört sich mit religiöser Hingabe jede Show an und ich höre auch gelegentlich zu. Ich bin ein Fan von ihm'. Er sagt: ‚Nun, er spielt mit dem Gedanken, einen Film zu machen und er möchte, dass du ihn machst". Ich sagte: ‚Ich würde mich gerne mal mit ihm unterhalten'."
Keillor und Altman trafen sich zum Abendessen in Chicago und die Zurückhaltung, die bei diesem ersten Treffen herrschte, sollte die gesamte folgende Zusammenarbeit zwischen dem Autor und dem Regisseur bestimmen. Keillor räumt ein, dass ihre für den Mittleren Westen typischen Umgangsformen - Altman stammt aus Kansas City, Missouri - dazu beigetragen haben dürften, dass sie sich auf Anhieb verstanden. Keillor meint dazu: "Mr. Altman braucht man nicht mit Komplimenten und Lobhudeleien kommen, und das ist meiner Meinung nach typisch für den Mittleren Westen. Das macht alles leichter. Weder bei unserem ersten, noch bei den folgenden Treffen haben wir uns jemals tief in die Augen geblickt und uns versichert, wie sehr wir die Arbeit des jeweils anderen liebten. So etwas ist im Mittleren Westen einfach nicht üblich. Wenn man mit jemandem im Rahmen eines Projekts zusammenarbeiten möchte, ist das Kompliment genug. Die Arbeit ist das beste Kompliment überhaupt".
Nachdem man zunächst mit einer rein fiktiven Erzählung experimentiert hatte, verfielen Altman und Keillor auf die Idee, einen Film über eine Radio-Show wie "A Prairie Home Companion" zu machen. Altman erklärt, dass das Medium Radio auch für ihn eine enorme persönliche Bedeutung hatte. "Mein erstes Interesse an dramatischen Stoffen geht auf das Radio zurück", erläutert er. "Ich erinnere mich, dass ich als Kind in den 30er Jahren Radio hörte, auf dem Boden liegend, wie das alle Kinder damals machten. Mein großes Idol war damals ein junger Mann namens Norman Corwin, der im Grunde genommen das Hörspiel erfunden hatte. Und meine erste berufliche Beschäftigung mit Dramaturgie war, abgesehen von ein wenig Theater, das Schreiben von Hörspielen. Radio war mir also sehr lieb und teuer".
Auch dass Keillor seine Sendung jede Woche live auf die Bühne bringt, erschien Altman, der ja bereits für das Theater und die Oper gearbeitet hatte sowie als Regisseur für Film- und Fernsehbearbeitungen verschiedener Bühnenstücke tätig war, überaus attraktiv. Zu diesen Stücken gehörten: STREAMERS - WINDHUNDE, FOOL FOR LOVE - VERRÜCKT NACH LIEBE und KOMM ZURÜCK, JIMMY DEAN. Der Regisseur erklärt dazu: "Garrisons Sendung ist zwar eine Radio-Show, aber andererseits auch eine Live-Veranstaltung vor großem Publikum. Es handelt sich um eine Mischung aus Radio und Theater - also genau das Richtige für mich. Ich wollte ‚A Prairie Home Companion' machen, um Garrisons Humor zu zeigen, wobei ich Garrison und die übrigen Mitwirkenden an seiner Show einbeziehen wollte".
Beim Schreiben des Drehbuchs entwickelte Keillor eine Art Paralleluniversum zum realen "A Prairie Home Companion." Die fiktive Sendung folgt dem gleichen Show-Format wie das Original und wird von einem großgewachsenen Mann aus dem Mittleren Westen namens Garrison Keillor moderiert. Im Film ist "Prairie Home Companion" aber kein überregional ausgestrahlter Quotenhit, sondern lediglich eine Wochenendsendung auf einer konservativen Radiostation in St. Paul. Um die Grenze zwischen Fiktion und noch mehr Fiktion zu verwischen, hat Keillor drei der in der Show wiederkehrenden fiktionalen Figuren - Guy Noir, Dusty und Lefty - in das Drehbuch integriert und sie zu Figuren gemacht, die hinter der Bühne agieren. Guy Noir wurde unter Beibehaltung seiner Detektivattitüde zu einem Sicherheitsbediensteten, und Dusty und Lefty haben ihren Lassos Gitarren hinzugefügt und kauen im Sattel Tabak.
Darüber hinaus entwarf er verschiedene neue Figuren wie die singenden Johnson Sisters Yolanda und Rhonda. "Diese Figuren platzen praktisch ins Drehbuch hinein", erklärt Keillor. "Die beiden verbliebenen Schwestern eines Quartetts, deren große Zeit schon lange zurückliegt und die eigentlich schon längst vergessen sind. Sie sind abgestürzt, tingeln übers Land, spielen auf Dorffesten, in Schulen, in Kirchen und im Radio. Ganz und gar unglamourös. Ich liebe solche Figuren: sie sind am Ende aber dennoch unerschütterlich und immer gut gelaunt. Yolanda ist eine solche unbeugsame Frau, die auch im Angesicht der Niederlage ihren Mut und Humor nicht verliert".
Schließlich versetzte er das hinter den Kulissen stattfindende Drama noch mit einem Hauch von Rätselhaftigkeit, indem er eine schöne, geheimnisvolle Fremde schuf, die nur als Dangerous Woman bekannt ist. Ihre Motive sind am Anfang nur schwer zu durchschauen, am Schluss spielt sie sich aber doch in die Herzen der Zuschauer. "Die Figur der Dangerous Woman entwickelte sich", erklärt Keillor. "Am Anfang ist sie ein Fan, der sich einbildet, dass der Moderator mit ihr spricht und in sie verliebt sei. Deshalb kam sie zur Show und rechnete damit, mit ihm nach Hause zu gehen. Aber diese Figur war nur schwer fassbar. Sie versuchte ständig, ihrer Entdeckung zu entgehen und ich wollte sie aktiv in die Handlung einbinden. Deshalb beschloss ich, sie in einem Autounfall sterben und als Engel zurückkehren zu lassen".
Keillor schuf eine stringente und an den Figuren orientierte Erzählung, bei der die Handlung in eine scheinbar typische Show eingebettet ist, die aber tatsächlich die letzte ist. "Wenn man Menschen mit einer Axt bedroht, nun, dann hat man bereits eine Story. Und wenn diese Menschen die Situation dann irgendwie ignorieren, sie nicht beachten, nicht weinen und einfach weitermachen wie bisher, dann marschieren sie gewissermaßen sehenden Auges auf den Abgrund zu, so wie das im richtigen Leben auch passiert, und das hat mich fasziniert. Die Beteiligten stammen vermutlich aus dem Mittleren Westen und sie akzeptieren ihre Absetzung mit der größten Gelassenheit", erläutert er. "Mein Ziel war es, Mr. Altman interessante Möglichkeiten zu eröffnen. Es war mir klar, dass er die Vorschläge abwandeln und dass dann etwas anderes daraus entstehen würde".